Wie es zu der Aufstallpflicht kam ...

Die Organisatoren blicken inzwischen auf über dreißig Jahre Turniererfahrung zurück. Trotzdem bleiben die Baden-Württembergischen Landesmeisterschaften ein Mammut-Projekt für den Reiterverein Schutterwald. „Wir wollen unsere Turniere immer weiter verbessern“, erklärte Reiner Osswald, Vorstand des Reitervereins Schutterwald und Mitglied des Organisationsteams. Wenn Probleme auftauchen, Lösungen noch nicht optimal sind, wird weiter gesucht. Ein großer Beitrag für mehr Sicherheit war zum Beispiel die Einführung der Aufstallpflicht und die vorgeschriebene Anreisezeit am Donnerstag. 

In den ersten Jahren war die „wilde“ Parksituation an den Turniertagen ein Problem, welches sich auch nicht mit dem Einsatz von Polizei und Parkplatzdiensten lösen ließ. Die Teilnehmer versperrten mit ihren Anhängern und LKWs die Ringstraße um die Reitanlage sowie die Hofeinfahrten der Anlieger. Liegengebliebener Pferdemist führte zusätzlich zum Unmut der Anwohner. Ein weiterer Zufahrtsweg zum Reitgelände wäre die Fohlenweide, welche aber in der Turnierwoche komplett gesperrt ist. Die schnelle An- und Abfahrt von Rettungsfahrzeugen war durch das Parkchaos nicht gewährleistet. Auch die Zuschauer mussten sich durch die Fahrzeuge schlängeln, teilweise (unter Wasser stehende) Wiesen benutzen.


Die Veranstalter entschieden sich nach reichlichen Überlegungen für eine Aufstallpflicht. Die Parkplatzeinweisung wurde detailliert geplant. Viele Helfer sorgen dafür, dass die Anreise so reibungslos wie möglich erfolgt. Da sie an den Turniertagen für andere Aufgaben gebraucht werden, gibt es am Donnerstag das Zeitlimit bis 22 Uhr.

Mit der Aufstallpflicht sind die Wege für die Rettungsfahrzeuge frei. Teilnehmer und Zuschauer können ungestört von Fahrzeugen über das Turniergelände flanieren. 

Wir wollten Nützliches mit Schönem verbinden“, erinnerte sich Reiner Osswald. Donnerstagabend findet schon ein Springen der Klasse M** für 7- und 8jährige Pferde im Vorfeld der Landesmeisterschaften statt. Danach beginnt der Empfang der Gemeinde Schutterwald für Teilnehmer und Funktionäre. Hier können sich die Reiter beim gemütlichen Beisammensein kennenlernen und ihr Gemeinschaftsgefühl stärken.


Nicht zuletzt verbessert die Aufstallpflicht auch die Chancengleichheit für alle Teilnehmer. Kein Reiter kann nach der Prüfung zum „Nachtrainieren“ auf eine andere Reitanlage fahren.